Rücktritt des Landesvorsitzenden Lars Pallasch

Vom 20. Februar 2013, 19:51 Uhr

Der Landesvorsitzende der Piraten Baden-Württemberg Lars Pallasch ist heute Nachmittag von seinem Amt zurückgetreten und direkt auch aus der Piratenpartei ausgetreten.

Er schreibt als Begründung, dass er vor allem wegen der Androhung körperlicher Gewalt gegen sich, seine Frau und sogar gegenüber seinen Kindern nicht gewillt ist sein Amt weiterzuführen.

Wir wussten, dass es immer wieder sehr unangenehme, anonyme Nachrichten gibt, die weit über sachliche Kritik hinausgehen. Auch kommt es leider wirklich nicht zum ersten Mal vor, dass jemandem gedroht wird. Allerdings wurde bislang nie auch die Familie eines Amtsinhabers bedroht. Wir verstehen die Reaktion von Lars Pallasch, danken ihm für seine Arbeit und hoffen mit ihm, dass die Ermittlungen zu den Vorfällen erfolgreich verlaufen. Wir stehen immer noch unter Schock.

Verständlicherweise wird sich der bisherige Landesvorsitzende vorerst völlig zurückziehen und auch für weitere Nachfragen nicht zur Verfügung stehen. In einem Telefonat mit der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden konnten die wichtigsten Sachfragen geklärt werden.

Unabhängig davon ob man nun seine Positionen, die teilweise auch in seinem Beitrag erwähnt werden, nun teilt oder nicht, muss dieser Schritt aus Sicht des Landesvorstands einen jeden von uns betrüben. Freude darüber, dass einer unserer aktivsten Mitstreiter durch Gewaltandrohung gegen seine Familie dazu getrieben wurde uns zu verlassen, ist uns unverständlich.

Der Landesvorstand hofft, dass die Schuldigen der Drohungen ermittelt werden können und ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Solche Personen haben in der Piratenpartei nichts verloren.

Die Erklärung von Lars findet ihr in ihrer Gänze unter
http://larspallasch.de/


Kommentare

3 Kommentare zu Rücktritt des Landesvorsitzenden Lars Pallasch

  1. Stephan Hestermann meinte am

    Woher wissen (!) wir, daß diese Drohung aus der Piratenpartei stammt? Kann schon sein, Spacken haben wir genug. Kenntnisse über Interna sind jedoch mMn. vor allem bei uns kein ausreichendes Indiz. Solche Drohungen kann jeder aussprechen, vor allem, wenn es uns gelingen sollte, politisch wirklich unbequem zu werden. Wir hoffen zwar immer, nicht in einer Bananenrepublik zu leben, aber das hat sich ganz schnell, wenn man beobachten darf, wie unsere “Sicherheitsorgane” in bestimmten Kreisen ermitteln. Das sollte sich jeder Kandidat stets vor seiner Kandidatur vor Augen halten, und jeder Amtsträger sollte versuchen, eine solche “Attacke” bis zum Ende seiner Amtszeit durchzustehen. So sehr ich die Reaktion von Lars verstehen kann (und bedaure) – wenn die braune Brut spitzkriegt, wie leicht sie uns aus der Bahn werfen kann, können wir einpacken.

  2. Marc Heinkelein meinte am

    Peinlich, ärgerlich und dumm, diese Drohungen! Wer weis ob es nicht wirklich “Spitzel” gibt die soweit vorgedrungen sind das sie Parteiinterna rausfinden können um das dann für so ne Scheisse zu nutzen. Es gibt auch “High-Tech-Nazis”…

    Ich wünsche Lars Pallasch und seiner alles Gute für die Zukunft und hoffe das er jetzt wenigstens seine Ruhe vor diesen rückratlosen Leuten hat!

  3. Pingback: Nachtrag zum Tätigkeitsbericht – kommissarische Vorsitzende uteles Blog 

Das Kommentieren dieses Artikels ist nicht (mehr) möglich.