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Badische Zeitung mit fragwürdiger Berichterstattung über Proteste gegen Stuttgart 21

Ein Bericht in der Badischen Zeitung leistet aktuell bizarre Schützenhilfe für die PR-Kampagne für Stuttgart 21. Unter der Überschrift “Eier, Flaschen, Morddrohungen: Protest gegen Stuttgart 21 wird härter / Warten auf den Tag X” versucht die Zeitung, die Eier, Flaschen und Stöcke, die bei der Großdemonstration gegen Sozialabbau am Samstag auf Claus Schmiedel (SPD) geworfen wurden, den Gegnern von S-21 in die Schuhe zu schieben. Während Ministerpräsident Mappus (CDU) mit Law-and-Order-Sprüchen zitiert wird, werden friedliche Montagsdemonstranten zusammenhanglos als Gewalttäter dargestellt, ohne dass überhaupt einer der Organisatoren in dem Artikel zu Wort käme. Diese distanzieren sich gegenüber der StZ umgehend von den Taten: “Von uns wirft niemand Flaschen”. Aus diesem Artikel geht auch klar hervor, dass Schmiedels Angreifer aus NRW stammen und deutlich erklärt haben, dass sie mit ihrem Angriff nicht gegen Stuttgart 21, sondern gegen HartzIV und die Agenda 2010 der SPD protestiert haben.

Angesichts immer neuer VerzögerungenVerteuerungen und der Landtagswahl in Baden-Württemberg im nächsten Frühjahr hat das ungeliebte Projekt ein enormes Schadenspotential für die CDU. Dass sich aber die Badische Zeitung so leichtfertig als PR-Instrument ausnutzen lässt, hat etwas Bizarres. Mit objektiver Berichterstattung haben viele der Berichte über den Widerstand nichts mehr zu tun.

Das aktuelle Verhalten der CDU deutet nicht darauf hin, dass sie aus dem Debakel zu lernen beginnt. Anstatt die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Entscheidungen mit einzubeziehen, werden lieber teure Werbekampagnen mit Steuergeldern finanziert. Die nächste Wahl wird der CDU zeigen, was die Menschen von so einer Politik halten.

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