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SWR bietet dem Fraunhofer-Institut Präsentationsfläche für militärische Technik

An diesem Wochenende präsentierte der SWR gemeinsam mit der Stadt Heidenheim das “SWR4-Fest” im Brenzpark in Heidenheim. Schlager wechselten sich mit volkstümlicher Musik ab. Rund 20.000 Besucher strömten bei durchwachsenem Wetter in die Stadt auf der Ostalb.

Im Rahmenprogramm gab sich der “Markt der Region” ein Stelldichein und präsentierte lokale Spezialitäten. Nicht ganz ins Bild passte hier allerdings die vom Fraunhofer-Institut IOSB präsentierte Technik, bestehend aus Helium-Ballons und Quadrocoptern. Nicht, dass solche Fluggeräte die Besucher nicht faszinieren könnten – bei genauerem Blick allerdings ließ sich feststellen, dass hier Technik präsentiert und vorgeführt wurde, die zu militärischen Zwecken entwickelt wurde.

Inwiefern diese Technik zur Überwachung der Besucher eingesetzt werden sollte, war erst auf Nachfrage zu ermitteln – laut Aussage des Fraunhofer-Instituts Karlsruhe wurde “nur der Helium-Ballon mit einer Kamera” zum Einsatz gebracht, weitere Geräte wie die ebenfalls mitgebrachten Quadrocopter wurden am Boden belassen.

Aufgeschreckt durch die Berichterstattung im Vorfeld teilte uns die Stadt Heidenheim, vertreten durch Ihren Pressesprecher Herr Heinecker, mit, dass sie dem Fraunhofer-Institut die Verwendung der Drohnen grundsätzlich untersagt habe, und “eine Genehmigung für den Einsatz sowieso nicht vorläge”.

Fraglich bleibt, aus welchem Grunde hier mit schwacher Begründung und Bezugnahme auf das Unglück bei der Loveparade in Duisburg versucht wurde, militärisch verwendbare Technik zum Einsatz zu bringen.

Die Piratenpartei Baden-Württemberg verurteilt solche Versuche auf das Schärfste.

Update: Eine ältere Version dieses Artikels hat leider Dortmund an Stelle von Duisburg als Ort des Loveparade-Unglücks genannt. Wir möchten uns für diesen offensichtlichen Fehler entschuldigen.

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