Unvereinbarkeitserklärung

Der Vorstand des Landesverbandes Baden-Württemberg schliesst sich folgender Unvereinbarkeitserklärung an: [1]

Wir sind eine globale Gemeinschaft von Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Abstammung sowie gesellschaftlicher Stellung, offen für alle mit neuen Ideen.

Wer jedoch mit Ideen von Ras­sis­mus, Sexis­mus, Homo­pho­bie, Ableis­mus, Trans­pho­bie und ande­ren Dis­kri­mi­nie­rungs­for­men und damit verbundener struktureller und körperlicher Gewalt auf uns zukommt, hat sich vom Dialog verabschiedet und ist jenseits der Akzeptanzgrenze.

Wer es darauf anlegt, das Zusammenleben in dieser Gesellschaft zu zerstören und auf eine alternative Gesellschaft hinarbeitet, deren Grundsätze auf Chauvinismus und Nationalismus beruht, arbeitet gegen die moralischen Grundsätze, die uns als Piraten verbinden.

Die unterzeichnenden Piraten erklären das Vertreten von Rassismus und von der Verharmlosung der historischen und aktuellen faschistischen Gewalt für unvereinbar mit einer Mitgliedschaft.

Lars Pallasch
Ute Hauth
Christoph Schönfeld
Christian Schwarz
Martin Lange
Marco Geupert
Sebastian Staudenmaier

[1] http://wiki.piratenpartei.de/Pirantifa/Unvereinbarkeitserklärung


Kommentare

8 Kommentare zu Unvereinbarkeitserklärung

  1. Michael Simm schrieb am

    Sehr schön.

    Leider bleibt jedoch die Frage unbeantwortet, ob auch die „Verharmlosung der historischen und aktuellen“ nicht-faschistischen Gewalt „unvereinbar mit einer Mitgliedschaft“ bei den Piraten ist.

    Ich denke da z.B. an die Völkermorde unter kommunistischer Regie, oder an den Armeniern oder an die Menschen, die bei Fluchtversuchen aus der DDR ermordet wurden. Und was ist mit den Salafisten, die sich in Fußgängerzonen stellen und für sich und ihre Religion das Recht beanspruchen, Ungläubige und Andersgläubige umzubringen?

    Piraten – nehmt die Augenklappe ab, wenn Ihr meine Stimme haben wollt.

  2. Rabi schrieb am

    @ Michael,
    ich behaupte einfach mal mit einem Auge, dass jeder Völkermord eine faschistische oder rassistische Intention hat. Auch wenn die entsprechenden Nationen sich irgend ein anderes Adjektiv zuschreiben. Nur haben eben die beiden Worte bei uns im Land eine höhere Brisanz, daher werden die immer explizit herausgenommen. Keine Wahrheit darf verleugnet oder verharmlost werden!
    Das mit den Salafisten halte ich für eine Behauptung. Was die Salafisten machen, ist den Koran zu verteilen und da spricht nichts dagegen. Ich bin mir sicher, wenn sie derartiges tun, wie du behauptest, da bin ich mir sicher, wären sie schon längst vom Verfassungsschutz einkassiert worden.

  3. Christian Schwarz schrieb am

    @Michael

    Diese Erklärung hier ist die Reaktion auf ganz konkrete Ereignisse innerhalb der Piratenpartei in den letzten Wochen. Die Antwort auf deine Fragen findest du in unserem Parteiprogramm. Wir haben diese Erklärung zu diesem konkreten Thema unterzeichnet, weil es zu diesem konkreten Thema aktuell Probleme in der Partei gibt.

    Falls die anderen von dir angesprochenen Themen mal relevant werden sollten, werden wir uns entsprechend dann äußern. Dazu scheint es aktuell aber keine Notwendigkeit zu geben.

  4. Andreas schrieb am

    Bravo,
    ich bin seit einer Woche Mitglied dieser Partei. Hätte mich gewundert wenn
    wir uns nicht gegegn den Rassismus klar aufstellen. Solche Leute haben bei uns nichts zu suchen.
    Dies war das Signal an alle, das die Piraten in der Mitte der Gesellschaft stehen und nicht in eine Ecke gedrückt werden wollen wo wir nichts zu suchen haben.
    Die SPD sollte erst mal vor ihrer eigenen Tür sauber machen bevor sie uns kritisieren, Stichwort Sarazin.

  5. Jens Jason Beringer schrieb am

    Sehr gut,

    diese Erklärung ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. So kann es weiter gehen.

  6. Thomas Stohrer schrieb am

    Hallo Piraten,
    diese klare Aussage ist wichtig und längst fällig.
    Weiter so!
    Um sich weiter zu etablieren, müssen klare Aussagen und Standpunkte zu allen aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen beschlossen und veröffentlicht werden.

  7. AndreasP schrieb am

    Ableis­mus? Das Wort gibt es doch gar nicht, wenigstens versteht es keiner. Ist „Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen“ schon so unkorrekt, dass man es nicht mehr verwenden kann?

  8. Pingback: Eine Erfolgsgeschichte | Carridwen

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