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Piraten kritisieren vom Rechnungshof geforderte Kürzungen im Bildungsbereich

In der vor wenigen Tagen vorgestellten »Denkschrift 2012« [1] hat der Rechnungshof des Landes Baden-Württemberg von der grün-roten Landesregierung mehr Sparwillen gefordert. Dabei solle das Hauptaugenmerk auch und gerade auf der Kürzung der Lehrerstellen liegen.

Die Piratenpartei Baden-Württemberg begrüßt mit Blick auf die geplante Schuldenbremse alle Bemühungen der Landesbehörden, Einsparpotenziale zu finden. Dass jedoch ausgerechnet beim Lehrpersonal gespart werden soll, halten die Piraten für falsch. »Durch die rückläufigen Schülerzahlen hat das Land nun die Chance, bei der Unterrichtsgestaltung neue Wege zu gehen«, so Lars Pallasch, Landesvorsitzender der Piraten. »Neben der Einrichtung kleinerer Klassen wäre alternativ auch denkbar, Klassen zumindest stundenweise von jeweils zwei Pädagogen unterrichten zu lassen, wie man es etwa aus Finnland kennt. Dies würde eine individuellere Betreuung der einzelnen Schüler ermöglichen.«

Mit Verweis auf das Programm der Piratenpartei zur Landtagswahl 2011 [2] ergänzt der stellvertretende Bundesvorsitzende Sebastian Nerz: »Mit kleineren Klassen könnte man neue Schulformen ausprobieren, die bisher aufgrund der Überlastung der Schüler und Lehrer nicht denkbar waren. Man könnte beispielsweise den Schülern mehr Autonomie bei der Fächerwahl geben. Das Optimierungspotenzial ist erheblich.«

Einsparmöglichkeiten im schulischen Bereich sehen die Piraten an anderer Stelle. So könnten Kosten etwa durch ein langfristiges Umstellen auf weniger kostenintensive Open-Source-Anwendungen, den flächendeckenden Einsatz von Unterrichtsmaterialien unter freien Lizenzen und Optimierungen in den Schulverwaltungen reduziert werden.

[1] http://www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de/de/veroeffentlichungen/denkschriften/287218.html
[2] http://www.piratenpartei-bw.de/wahl/wahlprogramm/bildung-und-forschung/

3 Kommentare zu “Piraten kritisieren vom Rechnungshof geforderte Kürzungen im Bildungsbereich

  1. An die “Bildungspiraten”

    Wenn die Bürger die Förderung individueller Potenziale der Kinder und Jugendlichen selbst in die Hand nehmen würden und dabei all ihre Kompetenzen zur Verfügung stellen würden, hätten wir eine Bildungskutur, die wesentlich effektiver – und für den Staatshaushalt gratis ist.
    Wie das im Einzelnen genau funktionieren könnte, wird seit vielen Jahren im Projekt http://www.Denzlinger-Cleverle.de praktisch erprobt.
    Die dazugehörige Logistik ist als Prototyp online zugänglich: http://www.Cleverle-Navi.de
    Das in aller Kürze, weitere Infos auch gerne telefonisch 07666/4575 ab 6. August 2012, da jetzt erst mal Urlaub ansteht.

    Wolfgang Helmeth

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