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Digitale Selbstverteidigung gegen PRISM & Co.: Bürger rennen Piraten die Türen ein

Die Piratenpartei veranstaltet und unterstützt sogenannte »Cryptopartys«. Diese Workshops erklären den Einsatz von Verschlüsselungs- und Sicherheitssoftware, um die eigenen Daten gegen fremden Zugriff – etwa durch staatliche Überwachungsstellen – zu schützen. Auf der Veranstaltung in Stuttgart am vergangenen Samstag war der Andrang derart groß, dass provisorisch ein zweiter Vortrag im Foyer der Geschäftsstelle notwendig wurde.
»Es ist schade, dass die Bürger das Vertrauen in den Staat und die Behörden wie auch in die digitale Kommunikation verloren haben und sich nun mit Kryptographie und Anonymisierungsdiensten zur Wehr setzen müssen. Insbesondere die Innenminister von Bund und Ländern mit ihren ständigen Forderungen nach einer Vorratsdatenspeicherung und mehr Überwachung haben die Bürger verunsichert. Das amerikanische Überwachungsprogramm PRISM schließlich hat das Fass zum Überlaufen gebracht und die Öffentlichkeit unmissverständlich auf das gefährliche Gebaren der Geheimdienste aufmerksam gemacht«, so Martin Eitzenberger, Vorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg.

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde für Sonntag, den 28. Juli, ein weiterer Termin für eine Cryptoparty in der Landesgeschäftsstelle der Piratenpartei in Stuttgart angesetzt. Diesen und weitere Termine für Cryptopartys findet man hier..

14 Kommentare zu “Digitale Selbstverteidigung gegen PRISM & Co.: Bürger rennen Piraten die Türen ein

  1. Julia Knogge

    Ich halte diese ganze Panik für total übertrieben und finde auch die Parteien einschließlich dieser “nicht” Partei der Piraten nutzt die Gutsgläubigkeit der paranoiden Bürger aus.

    1.Nur Leute die wirklich im Internet verbrechen begehen oder total perverse Geheimnisse haben,haben auch was zu verbergen.Ihr helft denen bloß,so weiter zu machen wie bisher.

    2.Ihr lehnt euch gegen alles auf was der Staat tut um und Bürger zu schützen,also seid ihr auch gegen die Demokratie die schließlich diesen Staat gewählt hat.

    3.Dazu kommt eure Grenzenlose inkompetenz über etwas anders zu reden als Computer oder das Internet.
    Es gibt viel viel wichtigeres im Leben,und der Mensch lebte schon tausende Jahre ohne Technik zufrieden und glücklich auf diesem Planeten.

    Ich heiße Julia Knogge bin seit 1 Woche 27 Jahre alt wohne im schönen Thüringen und ICH habe tatsächlich nix zu verbergen,den ich bin eine normale Staatsbürgerin und keine Verschwörungstheoretikerin.

  2. Nivatius

    Hallo Julia.

    Zu
    1.
    Wann hattest du zum letzten mal Sex, und mit wem? Was ist deine Lieblingsstellung?
    Was für Lebensmittelallergien hast du?
    Wann hast du das letzte mal einen “bösen” Witz gemacht?
    Was würde dein Chef dazu sagen?
    Und wo wohnst du?

    2. Der deutsche Staat hat nichts unternommen sondern nur zugesehen.

    3. Ich rede gerne mit dir über Inklusion Bildungspolitik oder zum Beispiel Asyl.

  3. Hallo Julia,

    der Aufstand ist noch gar nicht groß genug, finde ich, denn obwohl auch ich nichts zu verbergen habe, macht es mir Angst, dass Leute, die ich nicht kenne, mehr über mich wissen sollen, als ich selbst. Oder sich etwas zusammenreimen, was gar nicht den Tatsachen entspricht. Ich fühle mich jetzt schon manipuliert, wenn ich die Werbung sehe, die ich bekomme.
    Deine Behauptung, nur solchen, die wirklich Verbrechen begehen, haben etwas zu befürchen, kann ich immerhin schon diesen Auftritt http://s7.directupload.net/images/130713/ibekkxbo.jpg entgensetzen.
    2. Würden sich endlich einmal mehr Bürger auflehnen, damit die Politik merkt, dass sie nicht mehr einfach tun kann, was ihnen gefällt. Die großen Parteien haben jeglichen Bezug zur Realität verloren, das merkt doch jeder an dem grausamen HartzIV Gesetz. Oder wenn eine Diätenerhöhung höher ausfällt, als viele Menschen monatlich zum Leben zur Verfügung haben. Ich meine nicht nur die, die HartzIV beziehen, sondern auch die Vielen, die mittlerweile im Niedriglohnsektor arbeiten. Wo oft beide Elternteile arbeiten, Kinder groß ziehen _und mal grade so über die Runden kommen oder noch Aufstocker sein müssen. Demokratie sollte in meinen Augen auch Gerechtigkeit sein, bis dahin hat sie es aber noch nicht gebracht.
    3. Jemandem grenzenlose Inkompetenz zu unterstellen kann man nur, wenn man sich mit dessen Tun wirklich auseinander gesetzt hat, hast du das? Dann würde ich gerne von dir lernen, denn ich bin noch dabei, mich mit den Piraten auseinander zu setzen. Was ich bisher sagen kann, ist, dass mich ihr Programm überzeugt, ihre Streiterei nervt und dass sie als junge Partei noch eine Menge zu lernen haben, aber das finde ich normal. Jeder Einzelne sollte sich mal diesen Artikel von Xwolf reinziehen http://blog.xwolf.de/2013/06/28/piraten-streiten-mal-wieder/

    Willst du zurück in die Steinzeit?

    Viele Grüße

    Marlies

  4. Julia Knogge

    Hallo Nivatius (kann hier den keiner seinen echten Namen nutzen oder versteckt ihr euch so gerne)

    zu
    1.
    Welcher Idiot schreib schon so was persönliches in das Internet hinein,so was bespricht man beim Kaffee und Kuchen,zu Hause.

    2.
    Mein Politiklehrer in der Fachoberschule pflegte immer zu sagen “Ein Staat ist besser neutral,anstatt
    totalitär zu sein”

    3.
    Minderheiten selbst oder dessen Themen aus zu nutzen NUR um mehr Stimmen ein fangen zu können halte ich für sehr verwerflich.

    Dazu muss ich auch sagen das weder die wichtigen/großen TV Sender noch meine Tägliche Zeitung oder das Radio auf dem Weg zu Arbeit mir bestätigen konnte das IHR irgendwie kompetenter in anderen Themen außer Computern seid als andere Parteien.Die meisten von euch gehen ja noch nicht mal arbeiten,sondern demonstrieren für irgend was Lebens unwichtiges während andere hart für ihre Familien ackern müssen.

  5. Dieses “Ich habe nichts zu verbergen Gelabber” kann nur ein “Ossi” von sich geben. Die haben selber zum großen Teil bespitzelt.

  6. Liebe Julia,
    schreibst du wirklich keine privaten Dinge ins Internet rein?
    Chattest du nicht mit deinem Freund oder deiner Freundin über private Dinge?
    Schreibst du keine SMS, in denen du mitteilst, was du gerade machst oder wo du gerade bist und wie es dir geht?
    Stell dir vor, jemand könnte das ALLES mitlesen? Die technischen Voraussetzungen dafür bestehen, wie wir jetzt erfahren haben. Was ist daran also Paranoia?

    Und im übrigen finde ich es wichtig, Politik für Flüchtlinge und die Inklusion von Benachteligten zu machen. Diese Leute brauchen Hilfe und sollten sie auch bekommen. Würdest du nur Politik für dich selbst machen?

  7. Wieviele Bürger_innen waren denn auf der Veranstaltung?

  8. Nivatius

    Julia,
    eben meintest du noch du hast nichts zu verbergen und jetzt willst du auf diese Fragen nicht antworten? Warum? Denkst du, man kann das nicht herausfinden wenn man deine Telefongespräche und deinen Email verkehr mitliest?

    Deine Platten ad hominem Angriffe kommentiere ich nicht weiter.

  9. Nivatius

    @Tim : es waren fast 100 Leute da

  10. Julia,
    Es freut mich dass du nicht zu den Daten-FKKlern gehörst und über solche Dinge im persönlichen Gespräch redest.
    Leider ist das naiv. Das Internet ist so allgegenwärtig, dass es wahrscheinlich ist, dass dein Frauenarzt deine Patientendaten per Email ans Labor schickt. Außerdem ist längst bekannt, dass Handys auch im ausgeschalteten Zustand zur Abhörwanze für den ganzen Raum benutzt werden können ohne dass du davon etwas merkst. Dass du nur beim Kaffe und Kuchen darüber redest, bringt also reichlich wenig. Und ja, das machen auch die deutschen Behörden. Und nein, nicht nur um “Terror” oder Morde aufzuklären, sondern bereits bei Demonstrationen beispielsweise. Außerdem ist es angesichts der von der Regierung gespielten Unwissenheit (und wenn die echt wäre, ich weiß nicht was schlimmer wäre) und dem Ausbleibenden Schutz unsereins, dem deutschen Volke, durch den Staat gegenüber den ausländischen (und gegen unsere Gesetze verstoßenden) Handlungen, wahrscheinlich, dass die USA uns mehr überwachen als unsere eigenen -deinen Worten zufolge demokratischen- Behörden. Die scheren sich nen Dreck um den Richtervorbehalt. Und bereits vor Jahren sagte ein ehemaliger Mitarbeiter die NSA hättd ausreichend Speicherkapazitäten um die gesamte Kommunikation der nächsten 100 Jahre zu speichern. Wer also garantiert dir, dass die NSA von ihrer deutschen Station aus nicht auch dein ausgeschaltetes Handy anzapft und nicht nur das Gespräch mit deiner Freundin (ganz ehrlich die Facebook-posts sind doch eigentlich uninteressant, die Leute die Dinge im privaten besprechen sind doch erst verdächtig, die haben offenbar was zu verbergen [merkste was?]) mithört oder aufzeichnet, sondern dir auch beim Sex zuhört? Perverse gibt’s nicht nur unter Priestern.

  11. Kleiner Hinweis: Der Termin für den 28.7. ist nicht auf der Kryptoparty Seite vermerkt.

    Zum Thema:
    Die ARD hat doch einen anschaulichen Versuch unternommen – an der einen oder anderen Stelle natürlich ein paar Unschärfen und Vereinfachungen. Aber im Grunde zeigt es was möglich ist:
    ARD.de – Überwachung total? Das große Spionage-Experiment

  12. Wuerde es nicht eine viel bessere Wahlkampagne sein, wenn die Piratenpartei ihren workshop video + download einfach fuer jeden online, auf ihrer Homepage, zugaenglich machen wuerde? .

    Diese Partei steht (seit Snowden) vor einem leeren Tor beim Elfmeterschiessen, und tippelt die ganze Zeit vor dem Elfmeterpunkt herum, ohne zu schiessen… worauf warten die? Warum hauen die das Ding nicht ins Tor? Und das waehrend Wahlkampfzeit?

    Ich find das alles etwas merkwuerdig.

  13. Fran du meinst also ein Krypto Workshop als Videos ins Netz zu stellen wäre wahlentscheidend? Das finde ich auch etwas merkwürdig das anzunehmen. (Ansonsten ist es nicht so einfach einen Workshop bei dem Bürger kommen um Ihre privatsphäre zu schützen aufzuzeichnen, wenn dann müsste man direkt für das Web produzieren. Aber eigentlich gibts dafür doch schon genug Tutorials – da braucht es keine Partei zu).

  14. »Wir stimmen mit den anderen anwesenden Parteien natürlich in vielen Punkten überein, etwa dass die vollständige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare, auch im Adoptionsrecht, überfällig und notwendig ist. Wir sind uns auch darin einig, dass Diskriminierung und Homophobie stärker und wirkungsvoller bekämpft werden müssen.«, fasst Remy Patzelt die Ergebnisse der Diskussion zusammen. »Wir Piraten gehen jedoch noch einen Schritt weiter. Wir setzen uns für eine geschlechtsunabhängige Gleichstellung aller partnerschaftlichen Lebensentwürfe ein. ‘Gleichstellung’ darf kein staatliches Privileg sein sondern muss zur Selbstverständlichkeit werden. Jeder Mensch sollte frei und selbstbestimmt über einen individuellen Lebensentwurf entscheiden können!«, so Patzelt weiter.

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