ÖPNV-Ausbau soll Pendlern den Umstieg ermöglichen

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Ungefähr die Hälfte aller Pendler könnte sich vorstellen, auf den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Vor nicht zu langer Zeit kam der ADAC in einer Studie zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Piratenpartei fordert endlich Konsequenzen aus solchen Studien zu ziehen und den öffentlichen Personennahverkehr qualitativ im großen Stil auszubauen.

„Wir wissen nun, dass die Bürger bei einem entsprechenden Angebot bereit wären, auf den ÖPNV auszuweichen“, kommentiert Philip Köngeter, Vorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg. „Dieses Wissen muss, in Form eines massiven Ausbaus des ÖPNV, zeitnah genutzt werden!“

Der baden-württembergische Verkehrsminister Hermann begrüßt die Studie zwar, zweifelt gegenüber dem SWR aber leider am echten Willen der Autofahrer und versucht somit, sich um die geschaffene Verantwortung zu drücken.

Köngeter zeigt sich enttäuscht: „Leider versucht Herr Hermann sich hier um den Auftrag der Wähler zu drücken, indem er ihnen ihre guten Absichten streitig macht. Wer sich dem ÖPNV anvertraut, erlebt aktuell ein unzuverlässiges System, dass schnell an seine Kapazitätsgrenze stößt – da ist es kein Wunder, dass viele Menschen trotz Feinstaubproblematik mit dem privaten Fahrzeug zur Arbeit fahren. Es kann von niemandem erwartet werden, dass er eine unkalkulierbar höhere Fahrzeit im Vergleich zum Auto in Kauf nimmt. Sowohl zur Verbesserung der Kapazität als auch zur Verkürzung der Fahrzeiten können Tangentialverbindungen beitragen, welche seit Langem Forderung der Piratenpartei sind.“

„Statt dem Autofahren Heuchelei zu unterstellen, täte der Verkehrsminister gut daran, Mittel für den Ausbau des ÖPNV zur Verfügung zu stellen“, ergänzt Ingo Mörl, Regionalrat der Piratenpartei. „Bei dem 2015 beschlossenen Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz wurden die Fördermittel von maximal 75% auf 50% der Bausumme verringert. Für die betroffenen Gemeinden verdoppelt sich damit der Eigenanteil, was viele geplante Schienenprojekte ausschließt. Der erklärte Wille der Landesregierung zum dringend notwendigen Ausbau der Schieneninfrastruktur ist also leider nichts als heiße Luft.“


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