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Erster Weltfahrradtag: PIRATEN fordern Verkehrswende

Am 3. Juni 2018 ist der erste Weltfahrradtag, der die gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Vorteile der Fahrradnutzung ins Bewusstsein rufen soll.

Landesvorsitzender der Piratenpartei Baden-Württemberg Michael Knödler betont: “Wir PIRATEN begrüßen es, dass für das Fahrradfahren geworben wird. Das Werben alleine reicht aber nicht aus. Die Politik muss sich endlich dazu durchringen, die Fahrradinfrastruktur deutlich auszubauen.

Gerade in Großstädten, die von Luftverschmutzung und Stau geplagt sind, ist eine Verkehrswende weg vom Auto und hin zu ÖPNV und Fahrrad dringend notwendig. Die Stadt Stuttgart ist dabei weiterhin trauriges Schlusslicht. In der Innenstadt gibt es dort kaum Radwege, die einzige echte Fahrradstraße (auf der kein Autoverkehr ist) durch die Münzstraße wurde in eine Fußgängerzone mit “Fahrrad frei”-Schild umgewandelt.
Und die vielgenutzte Fahrradstraße in der Tübinger Straße wird in den nächsten zwei Jahren in den Sommerferien zur Umleitung einer Hauptverkehrsstraße zweckentfremdet.

Nicht ohne Grund demonstrieren mittlerweile monatlich 2000 Radfahrer bei der Veranstaltung Critical Mass in Stuttgart mit dem Motto “We are Traffic” – Radfahrer blockieren nicht den Verkehr, sie sind Verkehr. Seit kurzem gibt es auch die Ideenplattform ZWEIRAT Stuttgart, um mit neuen Ideen und Aktionen auf Falschparker auf Radwegen aufmerksam zu machen.

Radfahren ist nicht nur platzsparend und umweltfreundlich, es ist auch gesund und erhöht die körperliche Fitness. Leider sind aber auch schwere und tödliche Unfälle zu verzeichnen, viele beim Abbiegen von LKWs, bei denen sich der Radfahrer im toten Winkel befindet. Eine Pflicht von elektronischen Abbiegeassistenten könnte Menschenleben retten und das Radfahren ein Stück sicherer machen. “Die Technik ist da, es fehlt nur der politische Wille!”, meint Michael Knödler.

1 Kommentar zu “Erster Weltfahrradtag: PIRATEN fordern Verkehrswende

  1. Volkmar Dr. Tietz

    Warum suchen Sie krampfhaft nach Verbesserungen in der Fahrrad-Infrastruktur. Es würde sehr viel mehr “verbessert”, wenn die gesetzlichen Selbstverständlichkeiten eingehalten würden,
    z.B. 1. die Diskriminierung des Radfahrers auf Hauptstraßen (Vorfahrt der Autos, die aus Nebenstraßen kommen!), 2. die langen Schaltimpulse an Ampeln für Fahrradübergänge, 3. “Fahrradstraßen”, die mit Autos zugeparkt sind, 4. das Dulden von Autoparkplätzen an Ein- und Ausfahrten der Fahrradwege, 5. das systematische Zustellen von Fahrradschutzwegen … (ich kann Ihnen noch Dutzende anderer Gesetzeswidrigkeiten gegen Radfahrer aufzählen!) Warum klagen Sie nicht an den Verwaltungsgerichten gegen kommunale Entscheidungsträger, die Radfahrer diskriminieren?

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