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CSD Freiburg – Ein Erlebnis

Infostände, Demonstrationen und generell Aktionen auf der Straße sind Dinge die für uns PIRATEN ein Grundelement der Politik darstellen.
Nirgendwo sonst fällt es leichter die Sorgen und Wünsche der Menschen in diesem Land wahrzunehmen, aufzugreifen und ihnen eine sichtbare Stimme zu verleihen.

Ein besonders schönes Beispiel hierfür stellen die Christopher Street Day Veranstaltungen dar, die jedes Jahr stattfinden und als wir den Wunsch aus Freiburg vernahmen, beim dortigen CSD am 25. Juni teilzunehmen, stellte sich nicht die Frage ob wir hier tatkräftig mithelfen wollen, sondern lediglich in welcher Personalstärke wir antreten können.

Die Anreise nach Freiburg ist nicht ganz so trivial und nach wie vor leiden wir unter zeitweisen Coronabedingten Ausfällen, aber der Autor dieses Beitrages hatte Zeit und wollte sich das nicht entgehen lassen.

CSD ist immer ein Ereignis und wir wollten den Freiburgern zeigen, warum man am Christopher Street Day grundsätzlich immer erstmal den Stand der Piratenpartei aufsuchen sollte, um sich mit unseren allseits beliebten Stickern einzudecken, kreativ zu werden beim Gestalten eigener Buttons oder sich mit aus Modellierbaloons geformten Säbeln zu versorgen.

Was macht man nun, wenn man nicht sicher weiß, wie viele Piraten zur Verfügung stehen?
Genau man heuert ein paar Freibeuter an.

In meinem Umfeld fanden sich schnell zwei Freiwillige, die mitreisen wollten, aus Lörrach kam unsere Stadträtin Sabine Schumacher mit einem ganzen Tross an Helfern und unsere Vertreterin vor Ort, Lydia Riesterer, koordinierte unseren Infostand.

 

So waren wir nun angetreten in ansehnlicher Zahl, hatten aufgebaut und wappneten uns vor dem Ansturm.
Ein Teil von uns nahm an der parallel stattfindenden Demonstration teil während sich nach und nach der Andrang einstellte.

CSD Freiburg

Als wir wieder vollzählig waren, waren wir an einem Punkt angelangt, wo wir noch zwei drei Dutzend weitere Piraten gebraucht hätten.
Während auf der Bühne durch verschiedene Beiträge die politischen Forderungen der lokalen queeren Verbände vorgetragen wurden, sammelten sich so viele Teilnehmende auf dem Stühlinger Kirchplatz, dass es fast nicht mehr möglich war zu gehen, ohne über eine Gruppe Menschen zu stolpern.

Infostände sind etwas, was mich immer wieder begeistert.
Die interessanten Gespräche, der Spaß den man untereinander und mit den Gästen am Stand hat oder auch einfach das strahlende Lächeln eines Kindes, dass mit der Mama oder dem Papa mit Säbeln fechtet.
Ich mache das gerne und so oft ich kann und habe deshalb durchaus so manches außergewöhnliche erlebt, doch dies hatte ich wahrlich noch nicht gesehen.

 

CSD Freiburg

CSD Freiburg

Zwölf Stunden am Stück verteilten wir Sticker und Flyer, produzierten aus den Kreationen der Besucher Buttons und fertigten Säbel, Hunde, Katzen und auch noch exotischere Formen aus Modellierballons.
Zwölf Stunden am Stück ließ der Andrang nicht nach.
Ein Andrang, der den Stand so umzingelte, dass wir mitunter Menschen im Stand selbst hatten, als sie die hohe Kunst des Säbelschmiedens lernten.

Es gab kaum mal eine Minute Zeit, wo nicht gleichzeitig dutzende Menschen Schlangen bildeten um für Ballons und Buttons jeweils anzustehen und wir auch mal ein Foto machen konnten. Jene wenigen Momente wollen wir Euch nicht vorenthalten.

Ein Infostand, der in Gesprächen mit Interessierten, NGO Vertretern und sogar Mitgliedsanträgen mündete.
Ein Infostand, der unglaublich anstrengend war aber auch unglaublich erfolgreich.

Ein Infostand, den wir uns als Vorbild nehmen wollen für den CSD in Stuttgart mit seiner Parade am 30. Juli und der anschließenden Hocketse am 31. Juli.